Bierbaum-Proenen (BP) zählt zu den 50 ältesten Familienunternehmen Deutschlands
Bierbaum-Proenen ist ein Familienunternehmen seit 1788. Heute wird BP® in siebter Generation geführt und zählt als Hersteller für Berufsbekleidung und Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu den traditionsreichsten Unternehmen seiner Branche. In der aktuellen Liste der ältesten Familienunternehmen Deutschlands belegt BP® Platz 46.
Die Aufnahme in die Liste der 50 ältesten Familienunternehmen Deutschlands ist für BP® eine besondere Anerkennung. Sie steht für eine Unternehmensgeschichte, die seit mehr als zwei Jahrhunderten von Qualität, Verlässlichkeit und der Bereitschaft geprägt ist, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Platz 46 der ältesten Familienunternehmen Deutschlands
Die Stiftung Familienunternehmen veröffentlicht ein Ranking der ältesten Familienunternehmen Deutschlands. Berücksichtigt werden Unternehmen, die sich besonders lange im kontinuierlichen Eigentum einer oder mehrerer miteinander verbundener Familien befinden.
Mit dem Gründungsjahr 1788 gehört Bierbaum-Proenen zu den ältesten Familienunternehmen Deutschlands und belegt in der aktuellen Einordnung Platz 46.
Für BP® ist diese Platzierung vor allem ein Zeichen dafür, dass langfristige Verantwortung und unternehmerischer Mut zusammengehören. Denn Tradition bedeutet für BP® nicht Stillstand. Jede Generation muss die richtigen Antworten auf die Herausforderungen ihrer Zeit finden.
In Generationen denken
Heute wird Bierbaum-Proenen in siebter Generation als Familienunternehmen geführt.
Dieses Denken in Generationen prägt BP® bis heute. Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und die Nähe zu den Menschen gehören ebenso dazu wie die Bereitschaft, Bestehendes immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.
Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Kundenzentrierung. BP® stellt die Menschen, die Berufsbekleidung täglich tragen, und seine Kunden in den Mittelpunkt. Ihre Anforderungen und Erfahrungen fließen in die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen ein.
So verbindet BP® langfristiges Denken mit der Fähigkeit, sich kontinuierlich an neue Anforderungen und Veränderungen anzupassen.
Qualität seit 1788
Ein Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte von Bierbaum-Proenen: Qualität.
Bereits mit der Gründung im Jahr 1788 stand die Güte der angebotenen Waren im Mittelpunkt. Heute entwickelt BP® Berufsbekleidung und PSA mit dem Anspruch, Qualität, Funktionalität, Tragekomfort und Langlebigkeit miteinander zu verbinden.
Die Erfahrung aus mehr als zwei Jahrhunderten hilft BP® dabei, die Anforderungen von Trägerinnen und Trägern, Unternehmen und Absatzpartnern zu verstehen und daraus Lösungen für den Arbeitsalltag zu entwickeln.
Tradition heißt auch, Neues zu wagen
Wie eng Tradition und Veränderungsbereitschaft bei BP® zusammengehören, zeigt ein Blick in das Jahr 1914.
Franz Proenen, Vertreter der vierten Inhabergeneration, reiste in die USA und besuchte die Ford-Werke in Detroit. Die dortige Fließbandfertigung beeindruckte ihn so sehr, dass er das Prinzip auf die Herstellung von Arbeitskleidung übertragen wollte.
Nach den Verzögerungen durch den Ersten Weltkrieg führte BP® die Fließbandfertigung schließlich 1929 ein.
Diese Episode steht beispielhaft für eine Haltung, die BP® bis heute prägt: Erfahrungen und Werte bewahren, gleichzeitig aber offen für neue Technologien, Prozesse und Ideen bleiben.
Tradition heißt auch, Neues zu wagen
Wie eng Tradition und Veränderungsbereitschaft bei BP® zusammengehören, zeigt ein Blick in das Jahr 1914.
Franz Proenen, Vertreter der vierten Inhabergeneration, reiste in die USA und besuchte die Ford-Werke in Detroit. Die dortige Fließbandfertigung beeindruckte ihn so sehr, dass er das Prinzip auf die Herstellung von Arbeitskleidung übertragen wollte.
Nach den Verzögerungen durch den Ersten Weltkrieg führte BP® die Fließbandfertigung schließlich 1929 ein.
Diese Episode steht beispielhaft für eine Haltung, die BP® bis heute prägt: Erfahrungen und Werte bewahren, gleichzeitig aber offen für neue Technologien, Prozesse und Ideen bleiben.
Berufsbekleidung für die Arbeitswelt von morgen
Heute entwickelt BP® Berufsbekleidung und Persönliche Schutzausrüstung für unterschiedliche Branchen und Arbeitssituationen.
Gleichzeitig verändert sich die Arbeitswelt. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Robotisierung beeinflussen Arbeitsprozesse und Berufsbilder. Auch die Anforderungen an moderne Persönliche Schutzausrüstung entwickeln sich kontinuierlich weiter.
Hinzu kommen veränderte klimatische Bedingungen. Wer körperlich bei hohen Temperaturen arbeitet, benötigt Bekleidungslösungen, die Schutz, geringes Gewicht, Bewegungsfreiheit und hohen Tragekomfort miteinander verbinden.
Die Aufgabe bleibt damit im Kern dieselbe wie seit 1788: zuhören, Anforderungen verstehen und Lösungen entwickeln, die den Menschen bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen.
„Roboter tragen keine Berufsbekleidung“ – Harald Goost im Interview
Harald Goost, geschäftsführender Gesellschafter von BP®, spricht im Interview darüber, was die Aufnahme in die Liste der 50 ältesten Familienunternehmen Deutschlands für BP® bedeutet und welche Verantwortung damit verbunden ist, ein Unternehmen in siebter Generation zu führen. Für ihn gehören langfristiges Denken, Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und die Nähe zu den Menschen zu den zentralen Eigenschaften eines Familienunternehmens.
Dabei blickt er nicht nur auf die Vergangenheit. Qualität zieht sich für BP® seit der Gründung 1788 wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte, gleichzeitig war Anpassungsfähigkeit immer entscheidend. Ein Beispiel dafür ist die Reise von Franz Proenen zu den Ford-Werken in Detroit im Jahr 1914, aus der später wichtige Impulse für die industrielle Fertigung bei BP® entstanden.
Heute beschäftigen BP® vor allem Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Robotisierung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Persönliche Schutzausrüstung und an leichte Bekleidungslösungen für körperliche Arbeit bei hohen Temperaturen. Harald Goost bringt eine mögliche Veränderung der Arbeitswelt dabei auf einen einfachen Punkt: „Roboter tragen keine Berufsbekleidung.“
Mehr über BP®
Erfahren Sie mehr über die Unternehmensgeschichte von BP®, unsere Berufsbekleidung und Persönliche Schutzausrüstung, unsere Verantwortung, Karriere bei BP® und die Möglichkeiten, mit uns Kontakt aufzunehmen.
Downloads und Quellen
Interview: Harald über Tradition, Verantwortung und die Zukunft von BP®
Bildmaterial: Historische und aktuelle Aufnahmen von Bierbaum-Proenen
Quelle zum Ranking: Jung geblieben bei langer Tradition
Das vollständige Interview mit Harald Goost
"Roboter tragen keine Berufsbekleidung"
Der Kölner Berufsbekleidungshersteller BP - Bierbaum-Proenen wurde in die Liste der 50 ältesten Familienunternehmen Deutschlands aufgenommen. Geschäftsführer Harald Goost leitet das 1788 gegründete und in siebter Generation inhabergeführte Unternehmen. Im Interview spricht er darüber, wie Berufsbekleidung den Alltag von Millionen Menschen prägt, was die mutigste Entscheidung in der Unternehmensgeschichte war und warum Entwicklungen wie KI, Robotik oder der Klimawandel das Geschäftsmodell nachhaltig verändern könnten.
BP entwickelt und produziert Berufsbekleidung. Die spielt zwar im Alltag von Millionen Menschen eine zentrale Rolle, dennoch steht die Branche selten im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Warum ist das so?
Berufsbekleidung hat sicherlich nicht den Glamour der Modebranche und das Abenteuerimage, das man lange mit der Outdoorbranche verband. Dennoch hat die Branche in den vergangenen 20 Jahren eine bedeutende Aufwertung erfahren. Bei Berufsbekleidung wird heute nicht nur die funktionale, sondern auch die emotionale Komponente gesehen. Das Produkt gilt als authentisch und ehrlich. Gerade deshalb spricht es viele Menschen emotional an. Diese Entwicklung gefällt mir natürlich.
Welchen Einfluss hat die Berufsbekleidung auf den Arbeitsalltag der Trägerinnen und Träger?
In vielen Fällen ist Berufsbekleidung unabdingbar, vor allem wenn es um Persönliche Schutzausrüstung geht, sprich: um den Schutz von Gesundheit und Leben. Sie entscheidet zugleich darüber, wie konzentriert, effizient und mit welchem Wohlbefinden Menschen arbeiten können. Eine Pflegekraft braucht volle Bewegungsfreiheit, genauso wie ein Beschäftigter in der Industrie eine Arbeitsjacke benötigt, die bei jeder Bewegung Bauch und Rücken bedeckt hält. Die emotionale Komponente wird mir immer deutlich, wenn man die Trägerinnen und Träger in ihrem Alltag zu ihrer Berufsbekleidung befragt, sei es die Ärztin, der Koch oder die Menschen im Gleisbau. Ich mache das gerne und häufig. Die Geschichten sprudeln nur so aus den Menschen heraus, sie kennen ihre Bekleidung im Detail. Wir nutzen solche Gespräche intensiv, um die Berufsbekleidungslösungen von morgen zu entwickeln.
BP ist in die Liste der 50 ältesten Familienunternehmen Deutschlands aufgenommen worden. Was bedeutet die Aufnahme für Sie persönlich und für die BP-Familie?
Das freut uns sehr. Wir sind stolz, zu diesem Kreis gehören zu dürfen.
Alte Familienunternehmen haben eine besondere Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland: Sie denken in Generationen, investieren langfristig, bewahren Wissen und schaffen verlässliche Arbeits- und Ausbildungsplätze. Aber wir wissen auch: Der Blick darf nur kurz im Rückspiegel verweilen, er gehört immer nach vorne. In die Zukunft. Denn Tradition hat erst dann einen Wert, wenn aus ihr Zukunft entsteht.
Sie führen BP inhabergeführt in siebter Generation: Was heißt es für Sie, ein Familienunternehmen zu sein?
Die Frage wird Familienunternehmern oft gestellt. Die Antworten sind sehr ähnlich, finde ich. Und meine Gedanken zu dieser Frage fallen ebenfalls nicht aus dem Rahmen:
Als Familienunternehmer möchte ich in Generationen denken. Ich möchte verlässlich und planbar agieren. Familienunternehmen zu sein heißt für mich, Verantwortung für etwas zu tragen, das lange vor mir begonnen hat und weit über meine eigene Zeit hinausreichen soll. BP wurde von sechs Generationen vor mir geprägt. Meine Aufgabe ist es, das Unternehmen so weiterzuentwickeln, dass auch die nächste Generation darin eine echte Zukunftsperspektive sieht. Familienunternehmer sein heißt für mich auch, nah am Menschen zu sein - im Umgang und in den Entscheidungen. Und Glaubwürdigkeit ist wichtig. Das Wort muss ein hohes Gewicht haben.
Vor Ihrer Zeit bei BP haben Sie Berufserfahrungen in sehr unterschiedlichen Unternehmen gemacht: vom Start-up bis zum traditionsreichen Familienunternehmen. Wie haben diese Erfahrungen Ihre Arbeit bei BP beeinflusst?
Am stärksten geprägt hat mich die Zeit im Start-up. Es war meine erste Berufserfahrung, ich war noch sehr jung, und ich habe eine enorme Dynamik erlebt: schnelle Entscheidungen, viel Eigenverantwortung und den Mut, Dinge einfach auszuprobieren. Diese Haltung wollte ich später bewusst bei BP einbringen. Eine ebenso wichtige Erfahrung war meine anschließende Zeit in einem patriarchalisch geführten Familienunternehmen in Barcelona. Dort waren Disziplin und Gehorsam die bestimmenden Führungsprinzipien. Der Kontrast zum Start-up hätte kaum größer sein können. Mir wurde dadurch sehr deutlich, wie ich selbst arbeiten und führen möchte: mit Vertrauen, Eigenverantwortung und dem Freiraum, Dinge mitzugestalten. Mit der Zeit habe ich verstanden, dass ein traditionsreiches Familienunternehmen einen anderen Rhythmus hat als ein Start-up. Es geht weniger um den schnellen Erfolg als darum, Verantwortung über Generationen hinweg zu übernehmen.
Was können Familienunternehmen von Start-ups lernen? Und umgekehrt?
Start-ups können Familienunternehmen inspirieren, mutiger und agiler zu sein. Familienunternehmen wiederum zeigen, wie man Wandel langfristig und nachhaltig gestaltet. Ich versuche, das Beste aus beiden Welten miteinander zu verbinden.
Welche Werte sind über die gesamte Unternehmensgeschichte hinweg unverändert geblieben und was musste sich immer wieder verändern?
Das Qualitätsversprechen zieht sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte. Es ist bis heute ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmens-DNA. Und wir sind dem Produkt im Großen und Ganzen treu geblieben. Es ging immer um Textilien und Bekleidung. Aber darüber hinaus hat sich im Laufe der Zeit alles immer wieder verändert. Und es kann auch gar nicht anders sein, wenn man in den unterschiedlichen Epochen die richtigen Antworten für die Märkte seiner Zeit geben möchte. Deswegen ist Anpassungsfähigkeit von herausragender Bedeutung. Jede neue Zeit braucht auch neue Antworten. Denn mit der Welt von gestern lässt sich die Zukunft nicht gewinnen.
Welches war rückblickend die mutigste unternehmerische Entscheidung in der Geschichte von BP und warum?
Im Jahr 1914 ist mein Urgroßvater Franz Proenen in die USA gereist, um sich die Fließbandfertigung in den Ford-Werken in Detroit anzuschauen. BP beschäftigte damals bereits mehr als 1.000 Menschen, gleichzeitig holten Heimarbeiterinnen zugeschnittene Stoffe noch mit Kinderwagen oder Fahrrädern bei uns in der Kölner Domstraße ab. In diese Arbeitswelt brachte mein Urgroßvater die Idee, das Prinzip der Fließbandfertigung aus der Automobilindustrie auf die Bekleidung zu übertragen. 1934 kamen bereits 90 Prozent des Umsatzes aus der eigenen Fertigung. So wurde aus einer Beobachtung eine Idee, die BP ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnete.
Welche Themen treiben Sie als Unternehmen aktuell besonders um?
Transformation ist ein großes Thema bei uns. Digitalisierung und KI sind große Themenfelder, die viele Chancen bieten und bei BP enorme Ressourcen binden. KI gestaltet unseren Arbeitsalltag und unsere Prozesse bereits jetzt effizienter und produktiver. Dadurch gewinnen unsere Mitarbeitenden mehr Zeit für Aufgaben, bei denen der persönliche Kontakt und die individuelle Beratung entscheidend sind. Zugleich fragen wir uns natürlich auch, wie eine zunehmende Robotisierung unsere Märkte verändern wird. Um die Gefährdung von Mitarbeitenden deutlich zu reduzieren, werden zukünftig Roboter, wann immer möglich, in Gefahrenbereichen eingesetzt. Sie werden auch in der Pflege und in Küchen zum Einsatz kommen. Wir müssen also damit rechnen, dass sich unser Markt grundlegend verändert. Roboter tragen keine Berufsbekleidung.
Wir beschäftigen uns intensiv und permanent mit solchen Zukunftsszenarien. Es ist wichtig, Entwicklungen proaktiv anzugehen und rechtzeitig Antworten zu finden.
Wie wird sich die Berufsbekleidungsbranche in den kommenden zehn Jahren verändern?
Ich möchte zwei Aspekte herausgreifen, die uns besonders interessieren: Da ist zunächst die Komponente der Sicherheit. Das Sicherheitsbedürfnis steigt an. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass die Menschen Persönliche Schutzausrüstung heute auch in Einsatzbereichen tragen, in denen in der Vergangenheit einfache Arbeitskleidung ausreichend war. In diesem Markt werden wir zukünftig viele neue interessante Lösungen sehen. Diese Entwicklung bietet viele neue Chancen. Der zweite Punkt sind die immer heißer werdenden Sommer. Es ist für alle Menschen eine hohe Beanspruchung, damit umzugehen. Aber besonders intensiv ist die Belastung bei körperlich arbeitenden Menschen, vor allem, wenn sie draußen arbeiten. Denken wir nur an die Menschen im Straßen- und Gleisbau. Hier müssen neue, noch leichtere Bekleidungslösungen gefunden werden. Auch auf diesem Feld bieten sich viele neue Möglichkeiten.
Was wünschen Sie sich, dass die Menschen über BP sagen, wenn das Unternehmen sein 250-jähriges Jubiläum feiert?
Es würde mich freuen, wenn die Menschen auch 2038 sagen: BP hat Verantwortung übernommen, Wandel gestaltet und dabei seine Werte nie aus den Augen verloren.