Welche Gewebe werden für medizinische Berufsbekleidung verwendet?
Hersteller von Berufsbekleidung für Heil- und Pflegeberufe verwenden in der Regel Gewebe/Gewirke in einem Materialmix aus unterschiedlichen Fasern.
Baumwolle punktet mit einem angenehmen Trageverhalten, trocknet gut und bringt Luftigkeit mit. Das ist für die Beschäftigten, die ständig in Bewegung sind, ein extrem wichtiger Aspekt. Synthetische Fasern wie Polyester bringen derweil Stabilität, Farbstofferhalt und eine Pflegeleichtigkeit mit in den Materialmix. Und spezielle Stretchfasern für die Berufsbekleidung, wie man sie sonst ursprünglich aus der Sportswear und Freizeitkleidung kennt, sorgen für ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit.
Das Ziel ist es mit der Verwendung der Materialien einerseits den Anforderungen der Hygienewäsche und andererseits den Bedürfnissen der Trägerinnen und Träger gleichermaßen gerecht zu werden.
Berufsbekleidung gehört zur Visitenkarte einer jeden Pflegeeinrichtung und ambulanter Pflege. Daher ist es so wichtig, dass sich die Pflegekräfte in ihrer Arbeitskleidung wohlfühlen. Dazu tragen beispielsweise ausgereifte Passformen für unterschiedliche Körpertypen bei, denn jeder Mensch ist anders. Um Teams in einem einheitlichen Erscheinungsbild und dennoch individuell ausstatten zu können, sollte die Kleidung zudem mit einem durchdachten Farbkonzept punkten, das viele Kombinationsmöglichkeiten zulässt. Das erzeugt ein Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Teams und strahlt positiv die Professionalität der Einrichtung nach außen aus.
FAQ: Pflegebekleidung – Ratgeber | BP®
Welche Pflege-Arbeitskleidung benötigt Pflegepersonal?
Im Pflegealltag wird typischerweise eine Kombination aus Berufsbekleidung und – je nach Situation – persönlicher Schutzkleidung getragen.
- Berufsbekleidung: z. B. Kasacks, Hosen, Hemden oder Kittel – bequem, bewegungsfreundlich und gut hygienisch aufbereitbar.
- Schutzkleidung (PSA) nach Bedarf: z. B. Schutzkittel/Schürzen, Handschuhe, Mund-Nasen-Schutz/Atemschutz, Schuhüberzüge – abhängig von Tätigkeit und Gefährdungsbeurteilung.
- Hygiene-Tipp: Accessoires wie Schmuck/Armbanduhren möglichst vermeiden.
Welche Kriterien muss Pflegebekleidung erfüllen, um für Industriewäsche (ISO 15797) geeignet zu sein?
Damit Kleidung in der professionellen Aufbereitung dauerhaft funktioniert, sollte sie auf Belastbarkeit und Hygienesicherheit ausgelegt sein.
- Robuste Materialien für viele Wasch- und Trocknungszyklen.
- Farbechtheit und Formstabilität für einen dauerhaft professionellen Look.
- Beständigkeit gegen Chemikalien (Reinigungs-/Desinfektionsmittel).
- Temperaturbeständigkeit und eine dauerhafte Kennzeichnung (Rückverfolgbarkeit).
- Hinweis: Ein entsprechendes Label/Prüfung nach ISO 15797 unterstützt die Produktauswahl.
Berufsbekleidung, Dienstkleidung, Schutzkleidung – wo liegen die Unterschiede?
In der Pflege werden diese Begriffe teils synonym genutzt – hygienisch und funktional gibt es aber Unterschiede:
- Schutzkleidung (PSA): dient primär dem Schutz vor Kontamination (z. B. langärmelige Schutzkittel, Schürzen, MNS) und wird vom Arbeitgeber auf Basis der Gefährdungsbeurteilung bereitgestellt.
- Berufsbekleidung: sorgt für Komfort, Funktion und ein einheitliches Erscheinungsbild (z. B. Kasack & Hose).
- Dienstkleidung: ist häufig stärker auf das Arbeitsumfeld im Gesundheitswesen zugeschnitten (Hygiene/Barrierefunktion) und wird oft über die Einrichtung organisiert.
Wer zahlt die Pflege-Arbeitskleidung?
Das hängt von Einrichtung und Regelung ab. Häufig übernimmt der Arbeitgeber die Kosten – insbesondere, wenn Hygiene- und Funktionsanforderungen bestehen. Unter Umständen können berufsbedingte Ausgaben (z. B. für spezialisierte Berufsbekleidung) auch steuerlich relevant sein.
Was gilt für Wäschehygiene in der Pflege (RKI) – und wie sollte Kleidung aufbereitet werden?
Medizin-/Pflegewäsche sollte mit einem geeigneten desinfizierenden Waschverfahren aufbereitet werden. Häufig wird eine Aufbereitung bei mindestens 60 °C mit desinfizierend wirkendem Waschmittel genannt, plus gründliches Trocknen.
- Wichtig: Arbeitskleidung nach Möglichkeit getrennt von Privatwäsche waschen.
- Viele Einrichtungen setzen auf professionelle Wäschereien, um Hygieneanforderungen sicher einzuhalten.
Welche Beschaffungs- und Aufbereitungskonzepte gibt es?
In der Praxis haben sich drei Modelle etabliert – je nach Größe, Budget und Organisationsaufwand:
- Modell 1: Einrichtung kauft und organisiert Wäsche & Aufbereitung selbst.
- Modell 2: Einrichtung kauft, lagert die Aufbereitung an eine Lohnwäscherei aus.
- Modell 3: Mietvollversorgung/Textilleasing inkl. Logistik, Aufbereitung und ggf. Reparatur/Austausch.
Was bedeutet thermische vs. chemo-thermische Wäschedesinfektion?
Beide Verfahren dienen der hygienischen Aufbereitung – sie unterscheiden sich vor allem in Temperatur und Chemieeinsatz:
- Thermisch: Desinfektion über hohe Temperaturen (typisch sehr heißes Waschprogramm).
- Chemo-thermisch: geringere Temperaturen plus desinfizierende Waschchemie.
Welche Materialien werden für Pflegekleidung verwendet – und warum sind Mischgewebe so verbreitet?
Damit Tragekomfort und Hygienetauglichkeit zusammenpassen, setzen viele Anbieter auf Materialmixe:
- Baumwolle: angenehm, luftiger Tragekomfort.
- Polyester: Stabilität, Farbechtheit, Pflegeleichtigkeit.
- Stretchfasern: mehr Bewegungsfreiheit im Arbeitsalltag.
Worauf sollte man bei der Auswahl von Pflegebekleidung insgesamt achten?
- Hygiene- & Industriewäsche-Eignung (z. B. ISO 15797 / geeignete Labels).
- Passform, Bewegungsfreiheit und Tragekomfort für lange Schichten.
- Qualität & Langlebigkeit (auch als Nachhaltigkeitsfaktor).
- Farbkonzept für Team-Looks & Orientierung in der Einrichtung.
- Praktische Details (z. B. Taschen, ergonomische Schnitte).
Ist BP® Kleidung für Teamausstattungen geeignet?
Ja – BP® ist für Teamausstattungen ideal: BP® bietet viele Passformen, Farben und Styles für Damen & Herren, einen großen Größenspiegel sowie Individualisierung (z. B. Logo/Name).
Für ein konkretes Angebot senden Sie bitte eine E-Mail an info@bp-online.com.
Blog-Autor und Berufsbekleidungsexperte:
Mark Mauderer, Contentmanager bei Bierbaum-Proenen (BP), einem führenden Hersteller von Berufsbekleidung für die Pflege, teilt seine umfassende Fachkenntnis in diesem Bereich. Er gewährt tiefgehende Einblicke in die langjährige Expertise von BP bei der Entwicklung hochwertiger Pflege-Arbeitskleidung.