Multinormschutzkleidung - die Bekleidungslösung für E-Mobilität und E-Handwerk
Bei der Auswahl der richtigen Hochvolt-Schutzkleidung für Elektrofachkräfte setzen daher immer mehr Unternehmen nicht auf reinen Störlichtbogenschutz, sondern auf Multinormschutzkleidung, um ihre Mitarbeitenden bestmöglich und gegen möglichst viele Risiken abzusichern. Zum einen, weil sie so auf Nummer sicher gehen und ihre hohen internen Sicherheitsstandards einhalten – ein sehr wichtiger Aspekt, zumal in Zeiten des grassierenden Fachkräftemangels. Zum anderen lassen sich die Mitarbeitenden aber auch variabler einsetzen, weil sie – die notwendige Qualifikation vorausgesetzt – sämtliche Arbeiten an E-Autos durchführen können.
Leichtigkeit steht im Fokus
Moderne Multinormschutzkleidung hat dabei nicht mehr viel gemein mit der rüstungsartigen PSA der Vergangenheit. Das liegt vor allem an modernen Gewebemischungen. So mischen Hersteller beispielsweise inhärent flammhemmende Fasern wie Modacryl und Aramide mit Baumwolle, Polyamid, Polyester und antistatischen Fasern. In der Störlichtbogenschutzklasse 1 kommt man damit auf ein Gesamtgewicht von nur 245 g/m². In der Schutzklasse 2 sind nur die besonders gefährdeten Stellen im Frontbereich zweilagig ausgerüstet.
Arbeiten ohne Widerstände
Für den Tragekomfort spielt neben der Leichtigkeit der PSA auch die Ergonomie eine entscheidende Rolle. Wenn sich die Kleidung den Bewegungen anpasst und die Menschen nicht gegen Widerstände arbeiten müssen, empfinden sie die Persönliche Schutzausrüstung für Hochvolt automatisch als viel leichter. „Vom Tragegefühl und von der Leichtigkeit ist moderne Multinormschutzkleidung absolut vergleichbar mit zeitgemäßer Workwear“
, fasst PSA-Expertin Heike Altenhofen zusammen. Auch und gerade vor diesem Hintergrund ist es daher sehr sinnvoll, bei allen Arbeiten an E-Autos auf Multinormschutzkleidung zu setzen und die Mitarbeitenden damit bestmöglich zu schützen.
Eine Besonderheit bei BP: Es gibt auch eine große Auswahl an Multinorm-Schutzkleidung für Damen.
Bitte beachte: Kleidung nach EN 61482-2 schützt vor den thermischen Auswirkungen eines Störlichtbogens. Sie ist kein Ersatz für technische Schutzmaßnahmen, fachliche Qualifikation oder weitere notwendige persönliche Schutzausrüstung, etwa geeignete Handschuhe und Gesichtsschutz.
FAQ: Hochvolt-Schutzkleidung für E-Mobilität
Warum braucht E-Mobilität besondere Schutzkleidung?
Bei Arbeiten an E-Fahrzeugen können Beschäftigte – je nach Tätigkeit – potenziell an oder nahe spannungsführenden Komponenten arbeiten. Hochvoltsysteme bewegen sich je nach Ausführung in deutlich höheren Spannungsbereichen als klassische 12-V-Bordnetze.
Welche Spannungen haben Hochvoltsysteme in E-Fahrzeugen?
Hochvoltsysteme (HV-Systeme) in E-Autos können sich – je nach System – in Bereichen von 60 V bis 1500 V (Gleichspannung) bzw. 30 V bis 1000 V (Wechselspannung) bewegen.
Braucht man für Arbeiten an E-Autos eine Zusatzqualifikation?
Ja. Für Arbeiten an Hybrid- oder Elektrofahrzeugen ist eine Zusatzqualifikation vorgesehen; häufig genannt wird dabei die DGUV Information 209-093 („Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen“) mit unterschiedlichen Qualifizierungsstufen.
Was ist ein Störlichtbogen – und warum ist er so gefährlich?
Ein Störlichtbogen ist ein nicht betriebsmäßiger Lichtbogen, der durch eine Störung entstehen kann. Dabei werden in kürzester Zeit sehr große Energiemengen freigesetzt – mit Risiko schwerer, irreversibler Verletzungen.
Welche Maßnahmen schützen vor Störlichtbogen – und wo kommt PSA ins Spiel?
Grundsätzlich gilt: Technische Maßnahmen (z. B. Isolierung/Abdeckungen) vor organisatorischen Maßnahmen (z. B. Kennzeichnung von HV-Fahrzeugen, Wartezeiten zum Spannungsabbau). Reicht das nicht aus, sind personenbezogene Maßnahmen nötig – inklusive Tragen geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA).
Warum wird bei E-Mobilität oft Multinormschutzkleidung empfohlen?
Viele Betriebe setzen nicht nur auf reinen Störlichtbogenschutz, sondern auf Multinormschutzkleidung, um Mitarbeitende gegen mehrere Risiken abzusichern und flexibler einsetzen zu können (bei passender Qualifikation).
Welche Rolle spielen Gewebe, Gewicht und Ergonomie bei Hochvolt-PSA?
Moderne Gewebemischungen (z. B. inhärent flammhemmende Fasern wie Modacryl/Aramide in Kombination mit weiteren Fasern) und ein geringes Flächengewicht verbessern Tragekomfort und Beweglichkeit. Ergonomische Schnitte helfen zusätzlich, damit PSA im Arbeitsalltag nicht „bremst“.
Gibt es Multinorm-Schutzkleidung auch speziell für Damen?
Ja. Multinorm-Schutzkleidung ist auch in Damenpassformen verfügbar – wichtig für Sitz, Komfort und Schutzwirkung.
Pflege & Waschbarkeit: Worauf sollte man bei Hochvolt-/Multinormschutzkleidung achten?
Entscheidend sind die Herstellerinformation und die Pflegekennzeichnung: Nur freigegebene Wasch- und Trocknungsprozesse nutzen, damit Schutzfunktionen, Passform und Sichtbarkeit erhalten bleiben. Ungeeignete Pflegemittel oder Prozesse können Schutzleistungen (z. B. flammhemmende Wirkung, Imprägnierungen, Sichtbarkeit) beeinträchtigen.
Ist BP® Schutzkleidung für Teamausstattungen im Bereich E-Mobilität geeignet?
Ja – BP® ist für Teamausstattungen ideal, da viele Passformen, Farben und Styles für Damen und Herren verfügbar sind und BP® über einen großen Größenspiegel verfügt. Zudem können Kleidungsstücke individualisiert werden (z. B. mit Firmenlogo, Namen etc.). Für ein konkretes Angebot: info@bp-online.com.