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Banner mit Mann in BP® Schutzkleidung (PSA).
EN 14058

EN 14058 - Schutzkleidung

Kleidung zum Schutz in kühler Umgebung einfach erklärt

Aktualisiert im März 2026

Wenn Beschäftigte in kühlen Arbeitsumgebungen tätig sind, ist eine fundierte Auswahl geeigneter Schutzkleidung ein wichtiger Teil der Gefährdungsbeurteilung. Die EN 14058 bietet dafür eine verlässliche Orientierung: Sie beschreibt die Anforderungen an Schutzkleidung zum Schutz gegen kühle Umgebungen und bezieht dabei Faktoren wie niedrige Temperaturen, Wind und Feuchtigkeit mit ein. Laut BP wird der Anwendungsbereich der Norm für Temperaturen von −5 °C und höher beschrieben. 

Für Fachkräfte für Arbeitssicherheit ist die Norm damit eine wichtige Grundlage, um Kälteschutzkleidung fachlich einzuordnen, Produkte anhand ihrer Leistungsmerkmale zu bewerten und geeignete Maßnahmen für unterschiedliche Einsatzbedingungen abzuleiten. Auf dieser Seite erhalten Sie einen kompakten Überblick darüber, was die EN 14058 regelt, welche Schutzklassen und Kennzeichnungen relevant sind und worauf es bei der Auswahl in der betrieblichen Praxis ankommt. 

Hier geht es direkt zu unserer Kälteschutzkleidung nach EN 14058!

EN 14058 Logo

Fragen und Antworten zur EN 14058*

Was bedeutet die Norm EN 14058?

Die Norm EN 14058 legt Anforderungen an Schutzkleidung fest, die den Körper vor kühlen Umgebungsbedingungen schützt. Darunter versteht die Norm Kombinationen aus Wind, Luftfeuchtigkeit und Temperaturen ab −5 °C aufwärts.

Zur Schutzkleidung zählen beispielsweise Hosen, Jacken, Westen, Mäntel sowie herausnehmbare Thermofutter.

Nicht Bestandteil der Norm sind Schuhe, Handschuhe oder separate Kopfbedeckungen. Auch vollständige Kälteschutz-Kleidungssysteme fallen nicht unter die EN 14058.

Welche Prüfverfahren gibt es in der EN 14058?

In der Norm EN 14058 wird die Wärmeisolation und die Luftdurchlässigkeit der Kleidung geprüft. Je geringer der Wärmedurchgangswiderstand (Rct-Wert) ist, desto leichter dringt die vom Menschen produzierte Wärme durch die Kleidung nach außen.  

Luftdurchlässigkeit (AP)

Es gibt 3 mögliche Klassen:

  • Materialien der Klasse 1 sind für niedrige Luftgeschwindigkeiten von weniger als 1 m/s geeignet, wie sie z. B. in kühlen Innenräumen herrschen.
  • Materialien der Klasse 2 sind für Luftgeschwindigkeiten von weniger als 5m/s geeignet.
  • Materialien der Klasse 3 sind für hohe Luftgeschwindigkeiten ≥ 5m/s, wie z. B. bei Aktivitäten im Freien.

Ein Mann trägt Multinorm Schutzkleidung in orange-schwarz. Im Hintergrund ist eine Windkraftanlage zu sehen.

Wie wird Kälteschutz auf der Kleidung/im Piktogramm ausgezeichnet?

„y1“ entspricht der Klasse des Wärmedurchgangswiderstands Rct (m² K/W). Je höher die Klasse, desto besser ist die Isolation:


WärmedurchgangswiderstandRct (m² K/W)
Klasse 10,06 ≤ Rct < 0,12
Klasse 20,12 ≤ Rct < 0,18
Klasse 30,18 ≤ Rct < 0,25
Klasse 40,25 ≤ Rct

„y2“ entspricht der Klasse der Luftdurchlässigkeit, AP (mm/s). Je höher die Klasse, desto besser sind die Luftdichte und die Isolation:


LuftdurchlässigkeitAP (mm/s)
Klasse 1100 < AP
Klasse 25 < AP ≤ 100
Klasse 3AP ≤ 5 

„y3“ entspricht der Grundwärmeisolation Icler (optional bei Klasse 1-3).

„WP“ entspricht dem Wasserdurchgangswiderstand (optional). Bei Nichtprüfung werden die Buchstaben „y“ und „WP“ durch „x“ ersetzt.


Was sind Anwendungsbereiche der Norm EN 14058?

Schutzkleidung gemäß EN 14058 findet immer dann Anwendung, wenn in kühler, zugiger Umgebung und im Freien gearbeitet wird. Dies kann in verschiedenen Branchen wie Bauwesen (Straßenbau, Hochbau, Tiefbau), Handwerk, Abfallwirtschaft, Verkehrsunternehmen, Bahn, Logistik, Energieversorgung, Landwirtschaft und anderen sein.
Eine Frau trägt Multinorm Schutzkleidung. Im Hintergrund ist eine Windkraftanlage und Solaranlagen zu sehen.

Wie unterscheidet sich die EN 14058 von der EN 342?

Die Norm EN 14058 beschreibt Schutzkleidung für Arbeiten bei mäßiger Kälte, typischerweise oberhalb von –5 °C. Sie kommt vor allem bei Tätigkeiten zum Einsatz, bei denen nur kurzzeitig oder in leicht kühlen Umgebungen ein Kälteschutz erforderlich ist – etwa im Lager, bei Lieferdiensten oder bei Arbeiten im Freien während der Übergangszeiten. Die Kleidung ist meist leicht, atmungsaktiv und komfortabel zu tragen.

Im Gegensatz dazu regelt die EN 342 den Schutz bei starker Kälte, wie sie z. B. in Kühlhäusern, Tiefkühllogistik oder auf Winterbaustellen vorkommt. Diese Kleidung bietet eine deutlich höhere Wärmedämmung und schützt zuverlässig bei Temperaturen deutlich unter –5 °C. Sie wird häufig in mehrlagigen Systemen getragen und ist für längere Aufenthalte in kalten Umgebungen vorgesehen. Während die EN 14058 für kurzzeitige Kälteeinwirkung geeignet ist, ist die DIN EN 342 für den professionellen Einsatz bei dauerhafter und extremer Kältebelastung ausgelegt.


Wann ist Multinormkleidung geeigneter als nur Schutzkleidung nach EN 14058? 

Multinormbekleidung ist dann geeigneter als reine Schutzkleidung nach EN 14058, wenn bei einer Tätigkeit mehrere Risiken gleichzeitig auftreten. EN 14058 schützt vor kühlen Umgebungen, deckt aber keine zusätzlichen Anforderungen wie Hitze- und Flammschutz, elektrostatische Ableitfähigkeit, Warnschutz oder Wetterschutz ab. In vielen Arbeitsbereichen ist Multinormwarnschutzkleidung deshalb die bessere Wahl, weil sie mehrere Schutzfunktionen in einem Kleidungsstück kombiniert.



* Da es sich hier um verkürzte Zusammenfassungen verbindlicher Normen aus dem Arbeitsschutz handelt, hat dieser Beitrag nicht den Anspruch die in den Normen definierten Anforderungen vollständig wiederzugeben. Obwohl dieser Beitrag regelmäßig von unseren Expertinnen und Experten überarbeitet wird, übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Informationen.

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BP® Kälteschutzbekleidung nach EN 14058: In der Klimakammer der DB Systemtechnik

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