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Banner mit Mitarbeiter in BP® Schutzkleidung (PSA).
DIN EN 343

EN 343 - Schutzkleidung

Norm für Wind- und Wetterschutz 

Für Fachkräfte für Arbeitsscherheit und Einkauf ist DIN EN 343 der schnelle Orientierungspunkt, wenn es um normkonformen Wind- und Wetterschutz geht. Im Folgenden beantworte wir die wichtigsten Fragen zur Norm. 

Hier geht es direkt zu unserer Wetterschutzkleidung gemäß EN 343.

Eine Frau trägt eine Multinormschutzkleidung mit aufgezogener Kapuze in neongelb. Im Hintergrund ist eine Solaranlage.

Fragen und Antworten zur EN 343*

Was ist die EN 343?

Die EN 343 ist die europäische Norm für Schutzkleidung zum Schutz vor Wetterlagen wie Niederschläge, Regen, Schnee, Nebel, Feuchtigkeit oder Wind. Die Norm definiert Anforderungen und Prüfverfahren, damit Schutzkleidung zuverlässig vor Regen, Schnee, Nebel, Feuchtigkeit und Wind schützt. 

Gemäß Norm muss das Obermaterial von Schutzkleidung feuchtigkeitsabweisend und wasserdicht sein. Daraus ergeben sich Anforderungen an den Wasserdurchgangswiderstand (WP) und den Wasserdampfdurchgangswiderstadn (Ret).


Wer benötigt Schutzkleidung nach EN 343? 

Schutzkleidung nach EN 343 benötigen alle, die bei den oben beschriebenen Wetterbedingungen draußen arbeiten müssen. Häufig wird bei der PSA dann eine Kombination mit anderen Normen (Multinorm) wie z.B. Warnschutz (DIN EN ISO 20471) oder Schutz gegen kühle Umgebungen(DIN EN 14058) gewählt.

Typische Berufsgruppen:

  • Installation von Solar-/Windanlagen, Kombi- und Netzmonteure,
  • Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum,
  • Logistik- und Produktionsparks.


Woran erkenne ich hochwerige Wetterschutzkleidung?

Hochwertige Wetterschutzkleidung kombiniert eine wasserdichte Außenschicht mit hohem Tragekomfort. Dieser entsteht vor allem durch einen niedrigen Wasserdampfdurchgangswiderstand: Körperfeuchtigkeit – etwa durch Schwitzen bei der Arbeit – kann als Wasserdampf effektiv von innen nach außen entweichen. So bleibt der Körper trocken und es entsteht ein komfortables Trageklima.

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Piktogramm für Wetterschutz.

Welche relevanten Klassen gibt es in der DIN EN 343?

  • Wasserdurchgangswiderstand bzw. Wasserdichtigkeit
  • Wasserdampfdurchgangswiderstand bzw. Atmungsaktivität

Diese beiden Werte werden bei jedem Kleidungsstück mit Hilfe eines Piktogramms angegeben. Die obere Zahl (hier "Y") gibt den Wasserdurchgangswiderstand (gegen Wasserdurchtritt von außen) an:

  • 4 = hoher Schutz
  • 1 = geringer Schutz

Die untere Zahl (hier "Y") gibt den Wasserdampfdurchgangswiderstand an und damit, wie gut entstehender Wasserdampf durch das Obermaterial nach außen abgeleitet wird (Atmungsaktivität):

  • 4 = sehr gute Ableitung
  • 1 = geringe Ableitung

"R" = Im Regenturm geprüftes fertiges Kleidungsstück (optional). Wenn das Kleidungsstück nicht geprüft wurde, wird "R" durch "X" ersetzt.


Wasserdurchgangswiderstand (Wasserdichtigkeit)

Die Ermittlung des Wasserdurchgangswiderstands erfolgt dadurch, dass das Prüfmaterial unter Wasserdruck gesetzt wird. Dabei muss die Dichtigkeit nicht nur m textilen Flächengewebe, sondern auch an den Verbingunsstellen gewährleistet sein. 

Der Wasserdurchgangswiderstand wird in der Einheit Pascal (Pa) angegeben. Durch die Höhe des Werts bestimmt sich die Schutzklasse innerhalb der Norm. In diesem Kontext ist auch oft in der DIN EN 343 von "Wassersäule" die Rede. Deswegen werden wir an dieser Stelle auch auf die Bedeutung der Wassersäule eingehen.

Was bedeutet Wassersäule? Die Wasserdichtigkeit von Funktionstextilien wird häufig in „mm Wassersäule“ angegeben. Es wird der Wasserdruck gemessen, den eine Wassersäule von bestimmter Höhe auf Materialien ausübt, ohne dass Wasser sie durchdringt. Die Norm DIN EN 343 fordert in der Klasse 3 eine Wasserdichtheit von mindestens 13.000 Pa und in der höchsten Klasse 4 mindestens 20.000 Pa.

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Ein Mann trägt bei regnerischem Wetter eine BP® workwear-Regenjacke und hämmert.
Wasserdurchgangswiderstand (Pa) je Klasse
Kriterium Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4
Wasser-durchgang-widerstand ≥ 8.000 Pa ≥ 8.000 Pa ≥ 13.000 Pa ≥ 20.000 Pa

1 Pa entspricht in etwa 0,1 mm Wassersäule. Einige Hersteller von Regenschutzbekleidung übertreffen diesen Wert deutlich und geben daher häufig (neben der Klasse) auch die Wassersäule an. So ist es nicht unüblich, dass z.B. mit einer 10.000 Pa oder 20.000 Pa Wassersäule geworben wird. Diese Werte übertreffen die Mindestanforderung der EN 343 deutlich und sind ein Indiz für höchste Wasserdichtigkeit.

Insgesamt lässt sich daher sagen: Die Wassersäule ist bei Arbeitskleidung von großer Bedeutung, da sie die Wasserdichtigkeit des Materials angibt und somit entscheidend ist, um Träger *innen vor Nässe zu schützen


Wasserdampfdurchgangswiderstand (Atmungsaktivität/Ret-Wert)

Zunächst eine kleine Erläuterung zum "Ret-Wert "(Resistance to Evaporating Heat Transfer). Der Ret-Wert definiert den Widerstand, den ein Stoff dem Wasserdampf entgegensetzt. Er wird somit als Maßeinheit für die Atmungsaktivität verwendet. In der Praxis bedeutet das: Je niedriger der Ret-Wert, desto atmungsaktiver ist das Material.

Für den Wasserdampfdurchgangswiderstand gilt folgendes:

Wasserdampfdurchgangswiderstand (Ret) je Klasse
Kriterium Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4
Wasser-dampf-durchgang-widerstand Ret > 40 25 < Ret < 40 15 < Ret < 25 Ret ≤ 15

R = Im Regenturm geprüftes fertiges Kleidungsstück (optional).

Wenn das Kleidungsstück nicht geprüft wurde, wird "R" durch "X" ersetzt.


*Da es sich hier um verkürzte Zusammenfassungen verbindlicher Normen aus dem Arbeitsschutz handelt, hat dieser Beitrag nicht den Anspruch die in den Normen definierten Anforderungen vollständig wiederzugeben. Obwohl dieser Beitrag regelmäßig von unseren Expertinnen und Experten überarbeitet wird, übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Informationen.

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BP® Wetterschutzkleidung nach EN 343: In der Klimakammer der DB Systemtechnik

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