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Banner mit Mitarbeiter in BP® Schutzkleidung (PSA).
DIN EN 343

EN 343 - Schutzkleidung

Norm für Wind- und Wetterschutz einfach erklärt

Aktualisiert im März 2026

Wenn Beschäftigte im Freien bei Regen, Wind, Nebel oder Feuchtigkeit arbeiten, ist geeignete Wetterschutzkleidung ein wichtiger Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung. Die EN 343 bietet dafür Fachkräften für Arbeitssicherheit (FASI/SIFA), Führungskräften und Einkauf eine verlässliche Orientierung. 

Für die betriebliche Praxis ist die Norm vor allem deshalb relevant, weil sie hilft, Wetterschutzkleidung nicht nur nach ihrer Wasserdichtigkeit, sondern auch nach ihrem Tragekomfort und ihrer Atmungsaktivität fachlich einzuordnen. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen, damit du geeignete Kleidung für unterschiedliche Einsatzbedingungen auswählen, Kennzeichnungen richtig bewerten und Schutzmaßnahmen nachvollziehbar ableiten kannst. 

Hier geht es direkt zu unserer Wetterschutzkleidung gemäß EN 343.

Ein Mann trägt eine BP® workwear Regen-Arbeitsjacke bei regnerischem Wetter.

Fragen und Antworten zur EN 343*

Was ist die EN 343?

Die EN 343 ist die europäische Norm für Schutzkleidung zum Schutz vor Wetterlagen wie Regen, Schnee, Nebel, Feuchtigkeit und Wind. Sie definiert Anforderungen und Prüfverfahren, damit Schutzkleidung zuverlässig vor äußeren Einflüssen schützt.

Gemäß Norm muss das Obermaterial feuchtigkeitsabweisend und wasserdicht sein. Daraus ergeben sich Anforderungen an den Wasserdurchgangswiderstand (WP) und den Wasserdampfdurchgangswiderstand (Ret).


Woran erkenne ich hochwertige EN-343-Wetterschutzkleidung?

Hochwertige Wetterschutzkleidung kombiniert eine wasserdichte Außenschicht mit hohem Tragekomfort. Dieser entsteht vor allem durch einen niedrigen Wasserdampfdurchgangswiderstand: Körperfeuchtigkeit – etwa durch Schwitzen bei der Arbeit – kann als Wasserdampf effektiv von innen nach außen entweichen. So bleibt der Körper trocken und es entsteht ein komfortables Trageklima.

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Piktogramm für Wetterschutz.

Welche relevanten Klassen gibt es in der DIN EN 343?

  • Wasserdurchgangswiderstand bzw. Wasserdichtigkeit (Wie gut hält das Material Wasser ab?)
  • Wasserdampfdurchgangswiderstand bzw. Atmungsaktivität (Wie gut wird Feuchtigkeit nach außen abgegeben?)

Diese beiden Werte werden bei jedem Kleidungsstück mit Hilfe eines Piktogramms angegeben. Die obere Zahl gibt den Wasserdurchgangswiderstand an, die untere Zahl den Wasserdampfdurchgangswiderstand.

Kriterium Bedeutung Klassen Einordnung
Obere Zahl im Piktogramm Wasserdurchgangswiderstand / Wasserdichtigkeit 1 bis 4 4 = hoher Schutz
1 = geringer Schutz
Untere Zahl im Piktogramm Wasserdampfdurchgangswiderstand / Atmungsaktivität 1 bis 4 4 = sehr gute Ableitung
1 = geringe Ableitung
Zusatzkennzeichnung Regenturmprüfung des fertigen Kleidungsstücks R / X R = geprüft
X = nicht geprüft

„R“ = Im Regenturm geprüftes fertiges Kleidungsstück (optional). Wenn das Kleidungsstück nicht geprüft wurde, wird „R“ durch „X“ ersetzt.

Wasserdurchgangswiderstand (Wasserdichtigkeit)

Die Ermittlung des Wasserdurchgangswiderstands erfolgt dadurch, dass das Prüfmaterial unter Wasserdruck gesetzt wird. Dabei muss die Dichtigkeit nicht nur im textilen Flächengewebe, sondern auch an den Verbindungsstellen gewährleistet sein.

Der Wasserdurchgangswiderstand wird in der Einheit Pascal (Pa) angegeben. Durch die Höhe des Werts bestimmt sich die Schutzklasse innerhalb der Norm. In diesem Kontext ist auch oft in der DIN EN 343 von „Wassersäule“ die Rede. Deswegen gehen wir an dieser Stelle auch auf die Bedeutung der Wassersäule ein.

Was bedeutet Wassersäule? Die Wasserdichtigkeit von Funktionstextilien wird häufig in „mm Wassersäule“ angegeben. Es wird der Wasserdruck gemessen, den eine Wassersäule von bestimmter Höhe auf Materialien ausübt, ohne dass Wasser sie durchdringt.

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Ein Mann trägt bei regnerischem Wetter eine BP® workwear-Regenjacke und hämmert.
Wasserdurchgangswiderstand (Pa) je Klasse
Kriterium Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4
Wasser-durchgang-widerstand ≥ 8.000 Pa ≥ 8.000 Pa ≥ 13.000 Pa ≥ 20.000 Pa

1 Pa entspricht in etwa 0,1 mm Wassersäule. Einige Hersteller von Regenschutzbekleidung übertreffen diesen Wert deutlich und geben daher häufig (neben der Klasse) auch die Wassersäule an. So ist es nicht unüblich, dass z.B. mit einer 10.000 Pa oder 20.000 Pa Wassersäule geworben wird. Diese Werte übertreffen die Mindestanforderung der EN 343 deutlich und sind ein Indiz für höchste Wasserdichtigkeit.

Insgesamt lässt sich daher sagen: Die Wassersäule ist bei Arbeitskleidung von großer Bedeutung, da sie die Wasserdichtigkeit des Materials angibt und somit entscheidend ist, um Träger *innen vor Nässe zu schützen


Wasserdampfdurchgangswiderstand (Atmungsaktivität/Ret-Wert)

Zunächst eine kleine Erläuterung zum "Ret-Wert "(Resistance to Evaporating Heat Transfer). Der Ret-Wert definiert den Widerstand, den ein Stoff dem Wasserdampf entgegensetzt. Er wird somit als Maßeinheit für die Atmungsaktivität verwendet. In der Praxis bedeutet das: Je niedriger der Ret-Wert, desto atmungsaktiver ist das Material.

Für den Wasserdampfdurchgangswiderstand gilt folgendes:

Wasserdampfdurchgangswiderstand (Ret) je Klasse
Kriterium Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4
Wasser-dampf-durchgang-widerstand Ret > 40 25 < Ret < 40 15 < Ret < 25 Ret ≤ 15

R = Im Regenturm geprüftes fertiges Kleidungsstück (optional).

Wenn das Kleidungsstück nicht geprüft wurde, wird "R" durch "X" ersetzt.


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BP® Wetterschutzkleidung nach EN 343: In der Klimakammer der DB Systemtechnik

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