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Banner mit Mitarbeitern in BP® HACCP-Kleidung für Lebensmittelhygiene.
DIN 10524

DIN 10524 - die Norm für Lebensmittelhygiene 

Arbeitskleidung für Lebensmittelbetriebe

Aktualisiert im März 2026

DIN 10524 auf einen Blick

DIN 10524 definiert Anforderungen an Arbeitskleidung in Lebensmittelbetrieben, um Kontaminationsrisiken zu minimieren. Die Auswahl der Kleidung richtet sich nach hygienischem Risiko, Konstruktion, Funktion, Gewebe und professioneller Wiederaufbereitung.

Angesichts wachsender Verbraucheransprüche und globaler Handelsvernetzungen entstand der Bedarf an einem einheitlichen Standard, der das Risiko von Kontaminationen durch unzureichende Arbeitskleidung minimiert. Vor diesem Hintergrund entstand die DIN 10524, welche essentiell für Lebensmittelhygiene und Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben ist.  Denn sie legt die Anforderungen an geeignete und saubere Arbeitskleidung fest. 

Die DIN-Norm 10524 enthält nicht nur hygienische Vorgaben, sondern gibt auch Empfehlungen zur Auswahl, Nutzung und Reinigung der Bekleidung. Die normkonforme Arbeitskleidung richtet sich dabei maßgeblich nach dem hygienischen Risiko in der jeweiligen Lebensmittelproduktion.

Eine Frau und ein Mann die nebeneinander stehen tragen HACCP Arbeitskleidung in hellblau und lächeln.

Fragen und Antworten zur DIN 10524*

Was ist die DIN 10524?

Die DIN-Norm 10524 beschreibt die gesetzlichen Anforderungen an die Arbeitskleidung in der Lebensmittelherstellung. Sie erklärt, wie Arbeitsbekleidung für den Lebensmittelbereich hergestellt, ausgewählt, genutzt und wiederaufbereitet werden soll und berücksichtigt dabei die speziellen Anforderungen jedes Arbeitsplatzes. 

Das Ziel ist, negative Einflüsse auf Lebensmittel durch unzweckmäßige Arbeitskleidung zu vermeiden und die Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln zu optimieren. Die Norm DIN 10524 hilft somit Herstellern von Lebensmitteln, Textildienstleistern und Textilreinigungsunternehmen, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und erleichtert dadurch die Einhaltung von hygienisch einwandfreien Bedingungen beim Umgang mit Lebensmitteln bezüglich der Arbeitsbekleidung.

Hier findest du eine große Auswahl an DIN 10524-konforme Arbeitskleidung für Lebensmittelbetriebe.


Professionelle Wiederaufbereitung DIN 10524-konformer Arbeitskleidung 

Die DIN 10524 betont, dass die Reinigung von Arbeitskleidung in privaten Haushalten nicht den erforderlichen Hygienestandards entspricht. Stattdessen sollte die Aufbereitung durch zertifizierte Wäschereien oder Textildienstleister erfolgen, um eine mikrobiologisch einwandfreie Qualität sicherzustellen.

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Ein Mann trägt Haccp Kleidung in grau und schaut mit den Händen an seinem Becken in die Kamera.

Welche Risikoklassen gibt es in der DIN 10524?

Wie die Arbeitskleidung konkret ausgestattet sein muss, hängt in erster Linie vom hygienischen Risiko bei der Herstellung von Lebensmitteln ab. Dabei werden die folgenden drei Risikoklassen unterschieden:

DIN 10524 - Risikoklasse 1:  

  • Geringe Anforderung an die Schutzfunktion der Arbeitskleidung (geringes Hygienerisiko): Umgang mit nicht leicht verderblichen Lebensmitteln oder Zutaten. Das Produkt wird vom Hersteller oder Verbraucher weiterverarbeitet oder gewaschen. Wechsel der Arbeitskleidung in der Lebensmittelproduktion in Klasse 1 ist in der Regel wöchentlich, bei Verschmutzung kann ein früherer Wechsel notwendig sein. 
  • Anwendungsbereiche Risikoklasse 1: Einsatz in der Pharma-, Kosmetik- oder Lebensmittelindustrie, z.B. Obst, Gemüse, Frischfisch, Mehl (Mahlen) Kräuter, Gewürze, verpackte Tiefkühlkost, Nudeln, Gläser, Dosen.


DIN 10524 - Risikoklasse 2:  

  • Hohe Schutzfunktion der Arbeitskleidung erforderlich (hohes Hygienerisiko): Umgang mit unverpackten, leicht verderblichen Lebensmitteln oder Zutaten. Besonders, wenn Lebensmittel nicht weiterverarbeitet werden und Mikroorganismen sich darin oder daran weitervermehren können. Wechsel der Arbeitskleidung ist in der Regel täglich, bei Verschmutzungen kann ein früherer Wechsel notwendig sein. 
  • Anwendungsbereiche Risikoklasse 2: Einsatz in der Pharma-, Kosmetik- oder Lebensmittelindustrie, z.B. unverpackte Lebensmittel, Wurst, Käse, Salate, Torten, Erfrischungsgetränke, alkoholische Getränke, Süßwaren, Einsalzen/Räuchern, Fermentieren, Konservieren. 


DIN 10524 - Risikoklasse 3: 

  • Sehr hohe Schutzfunktion der Arbeitskleidung muss sichergestellt sein (höchstes Hygienerisiko): Umgang mit unverpackten, verzehrfähigen, leicht verderblichen Lebensmitteln (die nicht mehr erhitzt werden). Wechsel der Arbeitskleidung in der Lebensmittelproduktion in Klasse 3 täglich, bei Verschmutzung muss auch zwischendurch gewechselt werden. 
  • Anwendungsbereiche Risikoklasse 3: Einsatz in der Pharma-, Kosmetik- oder Lebensmittelindustrie, z.B. Fisch, Tatar, Fertigsalate, gekühlte Fertiggerichte, Eis, Molkereiprodukte.


Übersicht der Risikoklassen nach DIN 10524

Die Auswahl der Arbeitskleidung sollte sich immer am jeweiligen Hygienerisiko und an den betrieblichen Anforderungen orientieren.

Risikoklassen, Anforderungen und Wechselhäufigkeit im Überblick
Risikoklasse Hygienerisiko Typische Tätigkeiten / Produkte Bekleidungsanforderung Wechselhäufigkeit
Risikoklasse 1 Niedrig Umgang mit verpackten Lebensmitteln oder Tätigkeiten in Randbereichen der Produktion Hygienische Arbeitskleidung mit grundlegenden Anforderungen an Sauberkeit und Funktion Regelmäßig und bei Bedarf
Risikoklasse 2 Mittel Verarbeitung empfindlicher, unverpackter Lebensmittel mit erhöhtem Hygienebedarf Arbeitskleidung mit erhöhten hygienischen Anforderungen zur Reduzierung von Kontaminationsrisiken Häufig, je nach Tätigkeit und Verschmutzung
Risikoklasse 3 Hoch Tätigkeiten in besonders sensiblen Bereichen, z. B. bei hochverderblichen oder kritischen unverpackten Lebensmitteln Besonders hygienegerechte Arbeitskleidung mit hohen Anforderungen an Konstruktion, Schutzwirkung und professionelle Wiederaufbereitung Sehr häufig nach strengen Hygienevorgaben

Risikoklasse 1

Niedrig

Typische Tätigkeiten / Produkte
Umgang mit verpackten Lebensmitteln oder Tätigkeiten in Randbereichen der Produktion
Bekleidungsanforderung
Hygienische Arbeitskleidung mit grundlegenden Anforderungen an Sauberkeit und Funktion
Wechselhäufigkeit
Regelmäßig und bei Bedarf

Risikoklasse 2

Mittel

Typische Tätigkeiten / Produkte
Verarbeitung empfindlicher, unverpackter Lebensmittel mit erhöhtem Hygienebedarf
Bekleidungsanforderung
Arbeitskleidung mit erhöhten hygienischen Anforderungen zur Reduzierung von Kontaminationsrisiken
Wechselhäufigkeit
Häufig, je nach Tätigkeit und Verschmutzung

Risikoklasse 3

Hoch

Typische Tätigkeiten / Produkte
Tätigkeiten in besonders sensiblen Bereichen, z. B. bei hochverderblichen oder kritischen unverpackten Lebensmitteln
Bekleidungsanforderung
Besonders hygienegerechte Arbeitskleidung mit hohen Anforderungen an Konstruktion, Schutzwirkung und professionelle Wiederaufbereitung
Wechselhäufigkeit
Sehr häufig nach strengen Hygienevorgaben

Hinweis: Die konkrete Auswahl der Arbeitskleidung sollte immer auf Basis des individuellen Hygienerisikos und der betrieblichen Prozesse erfolgen.


FAQ: DIN 10524 – Arbeitskleidung in Lebensmittelbetrieben

Kurze, einkäuferrelevante Antworten zur Norm DIN 10524 im Kontext HACCP-Bekleidung.

Was regelt die DIN 10524 konkret (Scope)?

Die Norm fokussiert auf die Minimierung von Kontaminationsrisiken durch Arbeitskleidung und leitet daraus Anforderungen an Konstruktion, Funktion und Gewebe ab. Sie unterstützt Betriebe dabei, Bekleidung risikobasiert zu planen und im Alltag sicher anzuwenden.

DIN 10524 vs. HACCP: Was ist der Unterschied?

HACCP ist ein umfassendes Hygienekonzept zur Analyse und Kontrolle von Gefahren in Lebensmittelbetrieben. Die DIN 10524 konzentriert sich dagegen speziell auf Arbeitskleidung und definiert Anforderungen, mit denen Kontaminationsrisiken durch Bekleidung minimiert werden können. DIN 10524 kann damit als praktische Ergänzung innerhalb eines HACCP-Konzepts eingesetzt werden.

Ist DIN 10524 eine gesetzliche Pflicht oder eine Norm?

Die DIN 10524 ist eine Norm und kein Gesetz. Sie dient Unternehmen als Orientierung, um hygienegerechte Anforderungen an Arbeitskleidung in Lebensmittelbetrieben systematisch umzusetzen. In der Praxis kann sie dabei helfen, betriebliche Hygienekonzepte nachvollziehbar und risikobasiert zu gestalten.

Welche Kleidung ist für welche Risikoklasse geeignet?

Welche Kleidung geeignet ist, hängt vom jeweiligen Hygienerisiko ab:

  • Risikoklasse 1: hygienische Arbeitskleidung für Bereiche mit geringerem Kontaminationsrisiko.
  • Risikoklasse 2: Arbeitskleidung mit erhöhten hygienischen Anforderungen für empfindlichere Prozesse.
  • Risikoklasse 3: besonders hygienegerechte Kleidung für hochsensible Bereiche mit höchsten Anforderungen an Kontaminationsprävention.
Entspricht BP® HACCP-Kleidung der DIN 10524?

Ja. BP® HACCP-Kleidung ist als Hygiene-Bekleidungslösung für Risikoklassen 1–3 nach DIN 10524 ausgelegt und erfüllt die daraus resultierenden Anforderungen an Konstruktion, Funktion und Gewebe.

Wie kann DIN 10524 in bestehende HACCP- und ISO-Systeme integriert werden?

DIN 10524 lässt sich nahtlos integrieren, indem sie als zusätzlicher Kontrollpunkt in Risikoanalyse und Gefahrenbeurteilung verankert wird. Im HACCP-Konzept können Bekleidungsanforderungen als präventive Maßnahme dokumentiert werden, um potenzielle Kontaminationsquellen zu erkennen und gezielt zu steuern.

Warum ist professionelle Wiederaufbereitung wichtig?

Arbeitskleidung kann ihre hygienische Funktion nur dann dauerhaft erfüllen, wenn sie fachgerecht gereinigt und aufbereitet wird. Die professionelle Wiederaufbereitung hilft dabei, Sauberkeit, Materialfunktion und einen reproduzierbaren Hygienestandard im Betriebsalltag sicherzustellen.

Warum ist Industriewäsche-Eignung (EN/ISO 15797) im DIN-10524-Kontext wichtig?

Normkonformität muss im Alltag reproduzierbar sein. Deshalb ist die Eignung für professionelle Wasch- und Finish-Prozesse ein wichtiger Baustein. BP® prüft HACCP-Bekleidung auf Wascheigenschaften nach  ISO 15797 – für prozesssichere Wiederaufbereitung in der textilen Dienstleistung.

Ist DIN 10524 eine PSA-Norm (Persönliche Schutzausrüstung)?

DIN 10524 ist primär eine Hygiene-Norm für Arbeitskleidung in Lebensmittelbetrieben. Der Fokus liegt auf der Vermeidung nachteiliger Beeinflussung von Lebensmitteln durch Bekleidung (Kontaminationsprävention) – nicht auf klassischer PSA gegen Arbeitsgefahren.

Für wen ist die DIN 10524 besonders relevant?

Für alle Lebensmittelbetriebe (z. B. Produktion, Verarbeitung, Verpackung, Großküchen/Kantinen) sowie angrenzende hygienekritische Bereiche, in denen Arbeitskleidung ein relevanter Faktor zur Kontaminationsprävention ist.

Ist BP® Kleidung für Teamausstattungen geeignet (inkl. Individualisierung)?

BP® ist ideal für Teamausstattungen: viele Passformen, Farben und Styles für Damen & Herren, großer Größenspiegel und Individualisierung (Logo/Name). Für ein konkretes Angebot senden Sie bitte eine E-Mail an info@bp-online.com.

*Da es sich hier um verkürzte Zusammenfassungen verbindlicher Normen aus dem Arbeitsschutz handelt, hat dieser Beitrag nicht den Anspruch die in den Normen definierten Anforderungen vollständig wiederzugeben. Obwohl dieser Beitrag regelmäßig von unseren Expertinnen und Experten überarbeitet wird, übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Informationen.

Autor dieses Fachbeitrags

Mark Mauderer

Contentmanager bei Bierbaum-Proenen (BP) mit Schwerpunkt Berufsbekleidung, Schutzkleidung und branchenspezifische Anforderungen

Mark Mauderer erstellt bei Bierbaum-Proenen (BP) Fachinhalte rund um Arbeitskleidung, Schutzkleidung und hygienerelevante Bekleidungslösungen für unterschiedliche Branchen.

In diesem Beitrag gibt er Einblicke in Anforderungen der DIN 10524 für Arbeitskleidung in Lebensmittelbetrieben – von Auswahl und Einsatz über hygienegerechte Ausführung bis zur professionellen Wiederaufbereitung.

Dabei greift er auf die langjährige Expertise von BP in der Entwicklung hochwertiger Arbeits- und HACCP-Kleidung zurück.

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Eine Frau trägt weiße HACCP Arbeitskleidung und lächelt in die Kamera.